Die passende Rahmengröße für Ihr Fahrrad
Damit Sie gesund, entspannt und mit Freude Rad fahren können, ist es wichtig, dass Sie die passende Rahmengröße für Ihr Fahrrad wählen. Ist der Rahmen zu hoch, kriegen Sie im wahrsten Sinne des Wortes kein Bein an den Boden. Ist der Rahmen jedoch zu klein gewählt, sitzen Sie unbequem und wie ein Fragezeichen auf Ihrem Rad. Entscheidend ist, genau wie beim Schuhkauf, das richtige Maß.
Ausgangspunkt für die Bestimmung der Größe des Fahrrad-Rahmens ist zunächst die Ermittlung der passenden Rahmenhöhe. Für unterschiedliche Fahrradtypen gibt es verschiedene Regeln, wie die korrekte Höhe des Rahmens zu ermitteln ist. Allerdings liefern die bestehenden Faustformeln immer nur ungefähre Richtwerte.
Grob gesagt richtet sich die Rahmenhöhe nach der Beinlänge. Diese wird vom Schritt bis zum Boden gemessen und daher auch als “Schrittlänge” bezeichnet. Sie können dieses Maß selbst ermitteln, indem Sie eine Wasserwaage ganz oben zwischen Ihre Beine klemmen und dann von der Oberkante der Wasserwaage bis zum Boden messen. Leichter ist es natürlich, wenn Sie sich hierbei von einer vertrauenswürdigen Person helfen lassen.
Von der so ermittelten Beinlänge ziehen Sie dann 25 Zentimeter ab. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, die ermittelte Schrittlänge abhängig vom Radtyp mit einem bestimmten Wert zu multiplizieren, z.B. Faktor 0,66 für italienische Rennräder. Damit haben Sie das Ausgangsmaß der für Sie passenden Höhe des Fahrrad-Rahmens ermittelt. Abhängig vom Typ des Fahrrads müssen Sie dieses Maß aber noch weiter anpassen, da die Rahmen-Geometrie bei den einzelnen Fahrradtypen teilweise sehr unterschiedlich ist.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist auch Ihr Körperbau. Haben Sie zum Beispiel sehr lange Beine aber einen verhältnismäßig kurzen Oberkörper, “passt” der Rahmen zwar in der Höhe zu Ihren Beinen, aber der Lenker ist eventuell viel zu weit entfernt. Daher müssen auch Sattel und Lenker passend eingestellt werden, um eine gute und bequeme Sitzposition zu erzielen.
Am Besten sind Sie in einem guten Fahrrad-Fachgeschäft aufgehoben, in dem Sie sich ausführlich beraten lassen können. - Doch selbst die beste Beratung kann eine daran anschließende ausgiebige Probefahrt nicht ersetzen. Schließlich müssen Sie sich auf Ihrem Rad wohlfühlen.